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Deutsche Schriftsteller
im Exil 1933 - 45

por Detlef Zunker

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Febrero, 2002

 

Einstein y Thomas Mann

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Deutschland vertrieb 1933 seine geistige Elite, unter ihnen die bekanntesten deutschsprachigen Schriftsteller dieser Zeit wie Thomas und Heinrich Mann, Berthold Brecht, Arnold und Stefan Zweig, Lion Feuchtwanger und viele andere. Die Mehrzahl der Vertriebenen hatte keinen großen Namen. Sie konnten schon in Deutschland nicht von ihren Büchern leben. Umso schwerer war es für sie, im Exil die Existenz zu sichern. Die deutschen Exilierten hatten besonderes Pech, da ihr Exil in die Zeit der Weltwirtschaftskrise fiel. In Ländern, in denen sie Hilfe suchten, standen schon die einheimischen Autoren wegen der allgemeinen Arbeitslosigkeit auf der Straße. Nach einer Schätzung von Hermann Kesten, Deutsche Literatur im Exil, Briefe europäischer Autoren von 1933 - 1949, wurden im Ausland von 1000 Autoren nur etwa hundert überhaupt gedruckt und nur die weltbekannten Autoren regelmäßig. Aber auch diese meist nur mit kleineren Auflagen.

Zum anderen wurde der Markt für deutsche Bücher dadurch immer kleiner, dass Nazi-Deutschland Schritt für Schritt alle deutschsprachigen Länder bis auf die Schweiz besetzte. Das bedeutete für viele mehrmalige Flucht unter immer schlechteren wirtschaftlichen Umständen. Weil die ausländischen Verlage zudem nur wenig Interesse an Werken in deutscher Sprache hatten und außerdem die Übersetzungskosten scheuten, wurden viele Autoren " aus Meistern in ihrer eigenen Sprache zu Anfängern in einer fremden Sprache ... Europa wurde schließlich für die Exilierten zur Hölle, ohne Exit. Sie hatten schließlich kein Geld, keinen Paß, sie erhielten für kein Land ein Visum." (Kesten) Die Erfolge Nazi-Deutschlands führte zu ihrer Verfolgung auch durch die Polizei ihrer Gastländer, in denen sie bald unerwünschte Ausländer ohne Zukunft und Perspektive waren.

Die Brüder Thomas und Heinrich Mann, Söhne einer sehr wohlhabenden hanseatischen Kaufmannsdynastie aus Lübeck, repräsentierten die Extreme deutscher Autoren im Exil. Heinrich Mann, der ältere der beiden Brüder, hatte schon große Erfolge, als sein Bruder noch wenig bekannt war, insbesondere mit dem Roman "Der Untertan", der später für das Kino unter dem Titel "Der blaue Engel" mit Marlene Dietrich ein Welterfolg wurde. Er galt als Repräsentant der kulturellen Linken in der Weimarer Republik. Heinrich Mann stand im Mittelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion und war bis 1933 Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Er wurde als einer der ersten ausgebürgert, und seine Bücher wurden von den Nazis verbrannt. Seine erste Station im Exil war Frankreich. Er beherrschte diese Sprache sehr gut und war dort mit vielen bedeutenden Intellektuellen befreundet. Heinrich Mann verstand sich immer als europäischer Schriftsteller. In Frankreich schrieb er viele sehr beachtete Texte gegen die Nazis und wurde dort als Repräsentant der großen humanistischen Tradition Deutschlands angesehen. Seine immense Popularität unter den fortschrittlichen Intellektuellen Europas zeigte der internationale Schriftstellerkongress 1935 zur Verteidigung der Kultur in Paris. Alfred Kantorowicz beschrieb 1947 seinen Auftritt: "5000 Menschen waren in diesem Saal oder 6000; sie alle erhoben sich, ohne daß jemand ein Zeichen gegeben hätte. Sie alle erhoben sich schweigend zu Ehren des großen deutschen Emigranten Heinrich Mann, sie ehrten in ihm das Deutschland der Freiheitskämpfer, das Deutschland, das der Welt unverlierbaren Werte der Kultur überantwortet hat. Eine halbe Minute schwieg die Menge im Saale, dann brach ein Jubel los, der nicht mehr enden wollte. Wir waren nicht allein, unser Kampf blieb nicht ohne Zeugnis."
Nach der Besetzung Frankreichs durch die Nazis stand er ganz oben auf deren Verhaftungsliste und schaffte es nur knapp, der Verfolgung zu entgehen und per Schiff in die USA zu emigrieren. Das Visum verdankte er übrigens einem Einjahresvertrag mit der US-Filmgesellschaft MGM, die viele Exilanten für ein kleines Gehalt Filmentwürfe schreiben ließ, die dann meist ungelesen in den Archiven verschwanden. Von der US-Öffentlichkeit, die sich vollständig auf seinen Bruder Thomas konzentrierte, wurde Heinrich Mann als Linker ignoriert. Die Mischung aus Nichtwissen und Ignoranz der US-Medien wird durch eine Meldung der New York Times anlässlich seiner Schiffsankunft im Oktober 1940 deutlich: "Der namhafte deutsche Autor Golo Mann, der Sohn des berühmten Schriftsteller Thomas Mann, sei angekommen, in seiner Begleitung habe sich sein Onkel Henrich Mann befunden, der gleichfalls Schriftsteller sei." Golo Mann, zu dieser Zeit ein junger Mann, hatte noch nie etwas veröffentlicht und war noch völlig unbekannt. Heinrich Mann lernte nie englisch. Er lebte vergessen und vereinsamt, besonders nach dem Selbstmord seiner Frau, in immer schlechteren sozialen Umständen in Los Angeles. Er war auf die der finanzielle Unterstützung seines Bruders angewiesen. Die großen Werke, die er in dieser Zeit schrieb, wurden zu seinen Lebzeiten nicht oder nur in kleinen Auflagen veröffentlicht. Er starb am 12. März 1950, noch im Exil, kurz nachdem er zugestimmt hatte, erneut Präsident der neu gegründeten Künstlerakademie in Ostberlin zu werden. Der ausgewählte Text reflektiert seine Liebe zu Europa und den Verlust seiner kulturellen Identität, angesichts des Verlassens des alten Kontinents. Heinrich Mann ist nie wieder nach Europa zurückgekehrt.

Thomas Mann, Literaturnobelpreisträger von 1929, hatte das Talent, auch in schwierigen Umständen meistens Entscheidungen zu fällen, die seine Populärität förderten. Er lebte privilegiert auf der "Sonnenseite" des Exils. Im Gegensatz zu seinem Bruder hatte er sich nicht gegen den ersten Weltkrieg ausgesprochen und galt in der Weimarer Republik als unpolitisch. Er galt in den Vereinigten Staaten, zusammen mit Albert Einstein, als der Repräsentant des guten Deutschlands und wurde dort als einer der bedeutendsten Schriftsteller des Jahrhunderts gefeiert. Seine Werke wurden übersetzt und gut verkauft. Obwohl er sich zunächst nur widerwillig politisch äußerte und seine Rolle eher als unpolitisch verstand, war er in diesem Metier sehr produktiv. Er trat auf zahllosen großen öffentlichen Veranstaltungen auf, in denen er Nazi-Deutschland von einer moralischen Position aus kritisierte. Er hatte die Fähigkeit, so zu sprechen und zu argumentieren, dass seine Worte auch den konservativen unter seinen Zuhörern gefielen. Besonders bekannt und in Deutschland umstritten waren seine 60 monatlichen Radioreden "Deutsche Hörer!" die von 1940 - 1945 nach Deutschland ausgestrahlt wurden, in denen er die Deutschen (erfolglos) dazu aufforderte, sich vom Nazismus zu befreien. Thomas Mann ging in den 50er Jahren wieder nach Europa zurück. Er entschied sich aber bewusst dagegen, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Thomas Mann erhielt kurz vor seinem Tod die Ehrenbürgerschaft Lübecks, seiner Geburtsstadt. Er starb 1955 in Zürich.

Zu den Texten


Escritores alemanes en el exilio 1933-1945

El Estado alemán expulsó en 1933 a su élite intelectual, de la que formaban parte los escritores más conocidos de ese tiempo: Thomas und Heinrich Mann, Berthold Brecht, Arnold y Stefan Zweig, Lion Feuchtwanger y muchos otros. La mayoría de los expulsados no eran famosos. Ni siquiera podían vivir de sus libros en Alemania, y mucho más difícil fue para ellos sobrevivir en el exilio. Los refugiados alemanes tuvieron en especial mala suerte dado que su exilio sucedió en la época de la gran depresión económica. En los países a los que pidieron ayuda incluso los escritores nativos no tenían trabajo, debido al paro generalizado. Según una valoración de Hermann Kesten Deutsche Literatur im Exil, Briefe europäischer Autoren von 1933 - 1949, 1964, de los escritores alemanes sólo 100 de 1.000 eran publicados en el extranjero y de éstos con frecuencia sólo los autores muy conocidos en todo el mundo, pero en ediciones de poca tirada.
Además el mercado de libros en lengua alemana se fue haciendo cada vez más reducido al ir conquistando la Alemania nazi todos los países en donde se hablaba alemán, excepto Suiza. Esto significó varias huidas en circunstancias económicas que iban empeorando. Como encima las editoriales no tenían mucho interés en obras de escritores exiliados y no querían gastar su dinero en las traducciones, muchos escritores pasaron "de expertos en su propia lengua a principiantes en una lengua extranjera… En resumen Europa fue para los exiliados un infierno sin salida. Al final no tenían dinero, ni pasaporte ni consiguieron un visado para ningún país." (Kesten). Las victorias de la Alemania nazi tuvieron como consecuencia que fueran perseguidos por la policía de los paises de acogida, en los cuales se convirtieron en extranjeros indeseables sin futuro y sin perspectivas.

Los hermanos Thomas y Heinrich Mann, hijos de una adinerada familia hanseática de gran tradición en la burguesía de Lübeck, representaron dos ejemplos extremos de escritores alemanes en el exilio. Heinrich Mann, el mayor de los dos hermanos había tenido ya éxitos internacionales como El Súbdito, o más tarde El Ángel azul, que fue adaptada al cine en una película protagonizada por Marlene Dietrich, cuando su hermano todavía era poco conocido. Heinrich era considerado el representante de la izquierda cultural en la república de Weimar (1918-33). Estaba en el epicentro de la discusión social y fue hasta 1933 presidente de la Academia de las Bellas Artes en Berlín. Ese año le fue retirada su ciudadanía alemana por sus textos críticos contra los nazis y sus libros fueron quemados en Alemania. Su primer destino en el exilio fue Francia. Hablaba la lengua francesa perfectamente y era amigo de muchos intelectuales importantes. Él se consideraba un escritor eminentemente europeo. En ese país escribió muchos textos de gran resonancia contra los nazis y era muy valorado como representante de la gran tradición del humanismo alemán. Su immensa popularidad entre los intelectuales progresistas de Europa se demostró en París, en el Congreso Internacional de 1935 por la defensa de la cultura. Alfred Kantorowicz describió en 1947 su intervención: "En esa sala había 5000 o 6000 personas; todos se levantaron, sin que nadie se lo hubiera indicado. Todos se levantaron silenciosos en honor del gran exiliado alemán, Heinrich Mann, y honraron en él la Alemania de los combatientes por la libertad, la Alemania, que había entregado al mundo valores culturales imperecederos. Medio minuto permaneció callada la multitud en la sala, entonces estalló un júbilo que no quería terminarse. No estábamos solos, nuestra lucha no quedó sin testimonio."
Después de la ocupación alemana de Francia apenas pudo escapar de sus perseguidores nazis y emigró en barco a los Estados Unidos. Recibió su visado gracias a un contrato con la productora cinematográfica MGM, que permitió escribir guiones a muchos exiliados por poco dinero. La mayoría de estos textos desaparecieron en los archivos sin ser leídos. Heinrich Mann fue ignorado, como intelectual de izquierdas, por la opinión pública americana que centró su interés en su hermano Thomas. La mezcla de ignorancia y desconocimiento de los medios de comunicación norteamericanos resulta patente en el artículo del New York Times sobre su llegada a los EE UU: "El notable autor alemán, Golo Mann, hijo del famoso Thomas Mann, ha llegado en compañía de su tío Heinrich Mann que también es escritor." Golo Mann, un joven entonces, no había escrito nada hasta su llegada y era totalmente desconocido. Después de la guerra empezó una gran carrera como historiador.
Heinrich nunca aprendió inglés y vivió en Los Angeles olvidado y solitario, especialmente después del suicidio de su mujer, en circunstancias precarias y mantenido por el apoyo financiero de su hermano. Las grandes obras que escribió en su exilio no se publicaron entonces o lo fueron sólo en pequeña tirada. Murió el 12 de marzo de 1950, poco tiempo después de haberse acordado su nombramiento como presidente de la nueva Academia de las Bellas Artes fundada en Berlín del Este, y cuando estaba preparando su viaje de regreso.
El texto elegido refleja su amor por Europa y la pérdida de su idendidad cultural al abandonar el Viejo Continente. Heinrich Mann nunca volvió a Europa.

Thomas Mann, que había obtenido el Premio Nobel de Literatura en 1929, tuvo la suerte, aun en los difíciles momentos del exilio, de tomar decisiones que promovieron su popularidad, y así logró pasar su destierro en una situación privilegiada. Al contrario que su hermano no se manifestó en contra de la Primera Guerra Mundial y asimismo en la República de Weimar era visto como apolítico. En los EE. UU. junto a Albert Einstein tuvo la fama de ser un representante de la buena Alemania. Allí fue agasajado como uno de los mejores escritores del siglo. Por lo tanto sus obras fueron traducidas y tuvieron grandes ediciones. Aunque principalmente se pronunció políticamente en contra de su voluntad y se consideraba más bien apolítico, fue muy productivo en este terreno. Participó en numerosos actos públicos en que criticó a Alemania desde una posición moral. Tenía el don de hablar y argumentar de tal manera que sus palabras gustasen también a sus oyentes conservadores. Especialmente famosos, y en Alemania discutidos, fueron los discursos que mensualmente se emitieron por Radio entre 1940-45 hacia Alemania con el título Deutsche Hörer! (¡El oyente alemán!), en los que incitaba a los alemanes a liberarse del fascismo. Thomas Mann volvió en los años 50 a Europa, pero se decidió conscientemente contra un regreso a Alemania. Poco tiempo antes de su muerte recibió la ciudadanía de honor de Lübeck, su lugar de nacimiento, y murió en 1955 en Zurich.

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